Verbindung wird gemeinsam erschaffen. Das bedeutet: Verantwortung ist immer geteilt. Geteilte Verantwortung heißt:
Konsens ist eine zwischenmenschliche Praxis, die wir gemeinsam lernen, um Sicherheit und Bewusstheit in unsere Art der Begegnung zu bringen.
Grenzen und Konsens sind keine Hindernisse für Intimität – sie machen tiefe, authentische Verbindung überhaupt erst möglich.
Ein Tantra-Setting bietet einen wunderschönen Übungsraum, um Konsens und Grenzen zu praktizieren – und genau deshalb bringen wir dieses Thema in den Fokus.
Als Gemeinschaft verpflichten wir uns, für alle Beteiligten einen sicheren Raum zu halten.
Frei gegeben: Konsens wird ohne Druck, Zwang, Überredung oder Manipulation angeboten. Ein „Ja" zählt nur, wenn es wirklich frei ist.
Umkehrbar: Du kannst deine Meinung jederzeit ändern. Ein „Ja" kann zu einem „Nein" werden.
Ein Nein ist ein vollständiger Satz und braucht keine Erklärung oder Rechtfertigung.
Informiert: Konsens bedeutet zu wissen, worauf du dich einlässt. Überraschungen, Annahmen oder unklare Absichten sind kein Konsens.
Spezifisch: Einer Sache zuzustimmen heißt nicht, allem zuzustimmen. Jeder Schritt braucht seinen eigenen Konsens.
Begeistert: Konsens ist ein klares, verkörpertes JA – kein Vielleicht, kein Schweigen, kein Zögern.
Klar: Konsens wird durch Worte oder eindeutige Handlungen ausgedrückt. Schweigen, Erstarren, Unsicherheit oder Höflichkeit sind kein Konsens.
Fortlaufend: Konsens muss während der gesamten Interaktion vorhanden sein. Checke regelmäßig ein.
Konsens beginnt vor jeder Berührung
Bevor du jemanden berührst, frage nach, ob die Person gerade offen ist für körperlichen Kontakt. Das beginnt bereits bei einer Umarmung. Triff keine Annahmen über Offenheit oder Verfügbarkeit – checke ein.
Bevor du auf jemanden zugehst: Check-in mit dir selbst
Beispiele für Annäherung
Einchecken während des Kontakts
Deine Grenzen sind gültig, so wie sie sind
Ehre dich selbst und deine Grenzen. Du musst sie nicht erklären, rechtfertigen oder weichzeichnen.
Check-in mit deinem Körper
Checke mit dir selbst – besonders mit deinem Körper – ob etwas okay ist und sich gut anfühlt.
Wenn du Enge oder Druck im Körper spürst oder dich fragst, ob es okay ist, stehen die Chancen gut, dass es ein Nein ist.
Klare Grenz-Sätze
Alternative Vorschläge
Auch in bewussten Räumen können Missverständnisse oder Grenzüberschreitungen passieren.
Wir schätzen Bewusstheit, Fürsorge und Verantwortung – und anerkennen zugleich etwas Wesentliches: Wir sind Menschen.
Konsens zu praktizieren heißt nicht, perfekt zu sein. Es heißt, bereit zu sein, präsent, verantwortlich und ansprechbar zu bleiben, wenn etwas schiefgeht.
Fehler definieren dich nicht. Entscheidend ist, wie du reagierst, sobald du erkennst, dass eine Grenze überschritten worden sein könnte.
Du bist nicht allein. Unterstützung ist verfügbar.
Wenn sich etwas nicht okay anfühlt, kannst du: